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Ö STM JFO

Hier lesen Sie einen Bericht des Landesverbandes Steiermark zur Österr. Staatsmeisterschaft JFO 2007 in Voitsberg.

 

STAATSMEISTERSCHAFT  JAGDTRAP  FO

 

4. + 5.August 2008

Zangtal / Voitsberg

ABGEBROCHEN

Die Staatsmeisterschaft Jagdtrap FO in Zangtal / Voitsberg war bestens vorbereitet, der neu ausgestattete Trapstand 2 war sorgfältig überprüft und sollte klaglos funktionieren.Das Wetter spielte ebenfalls mit: Beim Training am Freitag Vormittag gab es noch leichten Regen, der Nachmittag blieb trocken. Am Samstag in der Früh war die Sonne idealerweise von Wolken verdeckt, ab Nachmittag, aber auch am Sonntag war es heiter aber nicht allzu heiß. Die Zahl der Nennungen war erfreulich, 68 Schützinnen und Schützen traten zum Bewerb an. 39 Teilnehmer meldeten sich in der Allgemeinen Klasse an, 17 in der Seniorenklasse, 8 in der Damen- und 4 in der Schülerklasse. Der Verlauf entsprach auch hohen Erwartungen. Die ausnahmslos überaus disziplinierten Schützen trugen zum raschen Rottenwechsel bei. Sehr wesentlich war in diesem Zusammenhang aber auch die perfekte Leistung der beiden Richter, Frau Eidenberger am Stand 1 und Herr Reg.Rat Dellasch am Stand 2, die nicht nur als Richter souverän waren sondern auch den Rottenwechsel optimal durchführten. Die Jury (Berger (K), Bittenauer (NÖ), Lukas (Stmk) ), stimmte dem Vorschlag der Schießleitung zu, am Samstag 100 und am Sonntag 50 Wurfscheiben zu beschießen. Beim Vorwerfen der ausgelosten Schemata 9 (Stand 1) und 2 (Stand 2) konnten sich Jury und Schützen davon überzeugen, dass das Zangtal-Team am Vorabend perfekte Arbeit geleistet hat. Die Leistungen waren sehr gut. Nach 50 Wurfscheiben am Samstag zu Mittag führte der Steirer Adolf Tscherner mit 49 Treffern, am Samstag am Abend überholte ihn der Niederösterreicher Helmut Rosskopf indem er zu seinen 48 Treffern (zu Mittag) noch einen 24er und einen 25er schoss. Damit setzte er sich mit 97 vor Jens Rosenauer (NÖ) 92 und Adolf Tscherner (Stmk) 92 in der Zwischenwertung an die Spitze. Der Sonntag lief in der gewohnten Routine ab, der Zeitplan ließ ein Ende um erwarten, als Zeitpunkt für die Siegerehrung war nach möglichen Stechen vorgesehen. "War vorgesehen"! Nach einer kürzeren technischen Störung am Stand 1 ging plötzlich während der 4.Rotte (6, 8, 10 und 12 sollten noch schießen) nichts mehr. Eine längere Pause mit intensiven Fehlersuchen folgte. Trotz absolut kompetenter Bemühungen vor Ort und auch mit telefonischer Unterstützung des EDV-Experten und Lieferanten der Anlage, Herrn Hudak, konnte der Fehler schließlich nicht genau bestimmt, vor allem aber nicht behoben werden.

Es gab zahlreiche Vorschläge von Teilnehmern der Meisterschaft, die 100 Wurfscheiben des Samstag zu werten, den Bewerb am Stand 2 fertig zu schießen, alle Schützen die zweite Serie am 2er-Trapstand schießen zu lassen usw.. Die Jury beschloss jedoch, die Staatsmeisterschaft abzubrechen und neu auszutragen. Den Schützen wurde das Nenngeld zurückgezahlt. Geradezu als Hohn der Technik konnte festgestellt werden, dass keine 60 Sekunden nach dem Jurybeschluss die Anlage wieder funktionierte.

Abschließend möchte ich mein Bedauern ausdrücken, dass wir trotz aller Bemühungen nicht in der Lage waren, die Staatsmeisterschaft so abzuschließen wie sie bis fast bis zum Schluss gelaufen ist. Gerade beim seit vielen Jahren tagtäglich störungsfrei betriebenen Stand 1 habe ich am allerwenigsten mit einem Problem gerechnet. Aber selbst wenn irgendeine Störung aufgetreten wäre, hätte unser Team kaum Schwierigkeiten gehabt, sie zu beheben. Unsere Mitarbeiter machen alle Wartungsarbeiten selbst und kennen die Anlage wie ihre Westentasche. Als beispielsweise am Freitag während des Trainings eine Maschine ohne Abruf warf und später die Empfindlichkeit des Mikrofones nicht stimmte, wurde es getauscht und hat in der Folge störungsfrei funktioniert. Für den EDV-Bereich waren wir auch gerüstet, mein Sohn kennt das Programm, kann sich also auch bei Schwierigkeiten helfen. Der Fehler in einem elektronischen Bauteil des Phonopull (IC) ist noch nie aufgetreten und auch Herr Hudak, der dieses Gerät auch selbst nur zukauft, kennt keine derartigen Probleme.

Ich möchte jedoch zum Schluss meines Berichtes noch jene Dankesworte aussprechen, die ich lieber bei der Siegerehrung gesagt hätte:

Besonders herzliches Dankeschön an Frau Eidenberger und Herrn Dellasch. Ich habe aus eigener Beobachtung feststellen können, dass sie strenge und gerechte Richter waren, die mich aber auch bei der Einhaltung des vorgegebenen Zeitplanes besonders unterstützt haben.

Ich möchte aber auch unserem Team Dank und Anerkennung aussprechen. Die Herren Hatzl, Münzer, Ruderes und Wilfing verstärkt durch meinen Sohn haben die Stände nie aus dem Auge gelassen um jederzeit sofort helfend einspringen zu können. Das Einstellen der Schemata erfolgte perfekt und mit großen Engagement.

Ein ganz besonderer Dank aber gebührt den Teilnehmern. Sicher war es auch darauf zurückzuführen, dass sich alle wohl gefühlt haben und alle die Bemühungen anerkannt haben, aber dennoch findet man eine derartig kameradschaftliche und freundschaftliche Einstellung wohl kaum bei anderen Sportarten. Selbst als der Abbruch beschlossen wurde - wohl weder für die Schützen noch für die Veranstaltung Grund zur Freude! - gab es keine Vorwürfe sondern viele tröstenden Worte.

Ich möchte daher zum Schluss nochmals für den Besuch aber auch für das Verständnis für den Abbruch kurz vor Ende des Bewerbes herzlich danken. Ich möchte mich aber noch einmal für die Unannehmlichkeiten in aller Form entschuldigen und hoffe auf Verständnis.

     

Komm.-Rat Dr. Jürgen Siegert

Präsident

VJWÖ, Landesverband Steiermark    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

07.08.2007 18:30

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