OFFENER BRIEF AN DIE IPSC AUSTRIA

Wichtige Information des ASF

An die

neue Führung der IPSC Austria
Regionaldirektor Jan Klima

Offener Brief

Sehr geehrter Vorstand der IPSC Austria,
sehr geehrter Herr Regionaldirektor Klima,

 bei einem Gespräch mit dem Präsidenten von Sport Austria, LH a. D. Hans Niessl, sowie dem Generalsekretär Gerd Bischofter wurde die derzeitige Situation im österreichischen IPSC-Schießsport ausführlich dargelegt.

 Seitens Sport Austria wurde in diesem Gespräch ein „Runder Tisch“ mit IPSC Austria und dem ASF vorgeschlagen. Sport Austria hat dabei ausdrücklich signalisiert, dass sie an einer Spaltung von Bundes-Sportfachverbänden nicht interessiert ist und dieses Gespräch im Haus des Sports moderieren würde.

Der ASF ersucht die neue Führung der IPSC Austria daher, dieses Gespräch nicht bereits im Vorfeld als einen von ihr erzielten Erfolg darzustellen. Eine solche Darstellung würde nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen.

Wir ersuchen Sie außerdem, die Schützengemeinschaft nicht weiterhin mit aus unserer Sicht unrichtigen Informationen und Behauptungen zu konfrontieren und dadurch die österreichische IPSC-Gemeinschaft gegen den ASF aufzubringen.

Insbesondere ist es nicht richtig, dass nach dem Gespräch bei Sport Austria zwischen IPSC Austria und ASF die Medaillen für die österreichischen Staats- und Meisterschaften nachgeliefert werden.

 Mit Schreiben vom 02.09.2026 hat der ASF der IPSC Austria sämtliche diesbezüglichen Entscheidungen des ASF-Präsidiums mitgeteilt.

Unter Punkt 2 wurde ausdrücklich die Aussetzung der österreichischen Staats- und Meisterschaften in den IPSC-Disziplinen bis Ende 2026 bekannt gegeben.

Das entsprechende Schreiben liegt diesem offenen Brief bei.

 Darüber hinaus wurde unter Punkt 5 mitgeteilt, dass die Musterausschreibung für österreichische Staats- und Meisterschaften sowie das ASF-Logo nicht mehr verwendet werden dürfen.

Da die österreichischen Staats- und Meisterschaften unter der Schirmherrschaft des ASF stehen, ist es der IPSC Austria nicht möglich, diese Meisterschaften eigenständig als offizielle österreichische Staats- und Meisterschaften durchzuführen.

Der ASF stellt daher für die bis Ende 2026 ausgesetzten österreichischen Staats- und Meisterschaften keine offiziellen, über Sport Austria erhältlichen Medaillen zur Verfügung.

 Das Inaussichtstellen einer Nachlieferung von Staats- und Meisterschaftsmedaillen entspricht daher nicht den tatsächlichen Gegebenheiten und führt aus unserer Sicht zu einer falschen Erwartungshaltung bei den betroffenen Schützinnen und Schützen.

 Besonders kritisch sehen wir auch die Art und Weise des Austritts aus dem Bundes-Sportfachverband.

Der Austritt wurde durch Vorstandsbeschluss erklärt, ohne dass die davon unmittelbar betroffenen Schützinnen und Schützen zuvor befragt oder in diesen Entscheidungsprozess eingebunden wurden.

 Ebenso wurden die Schützen nach unserem Kenntnisstand zunächst nicht unmittelbar über diesen Schritt informiert.

Erst rund zwei Monate später erfolgte eine entsprechende Information der Schützengemeinschaft durch eine ASF-Verbandsnachricht.

Der Umgang mit einem Bundes-Sportfachverband, der den österreichischen IPSC-Sport über acht Jahre hinweg begleitet und weiterentwickelt hat, sowie in diesem Zeitraum 59 anerkannte österreichische Staats- und Meisterschaften durchgeführt bzw. ermöglicht hat, stößt in großen Teilen der Schützengemeinschaft auf Unverständnis.

 Auch die von der IPSC Austria vorgebrachten Argumente für den Austritt aus dem ASF sind aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar und entsprechen in wesentlichen Punkten nicht den tatsächlichen Gegebenheiten.

 Wir halten daher ausdrücklich fest, dass die Verantwortung für sämtliche zukünftigen Veränderungen und allfälligen Verschlechterungen der Rahmenbedingungen des österreichischen IPSC-Sports, die sich aus dem Austritt aus dem ASF ergeben, bei der neuen Führung der IPSC Austria liegt.

 Nach dem am 4. August 2026 erklärten Austritt aus dem ASF wurde die Kommunikation mit dem ASF seitens der IPSC Austria beendet.

Gleichzeitig wurden nach unserer Wahrnehmung Informationen an die Schützengemeinschaft kommuniziert, die aus Sicht des ASF geeignet sind, ein negatives Bild des ASF zu vermitteln und die Schützengemeinschaft gegen diesen aufzubringen.

 Diese Punkte werden beim von Sport Austria vorgeschlagenen „Runden Tisch“ zur Sprache kommen.

Der ASF steht weiterhin für eine sachliche und konstruktive Lösung im Interesse des österreichischen IPSC-Sports und insbesondere im Interesse der österreichischen Schützinnen und Schützen zur Verfügung.

Mit sportlichen Grüßen

Hochachtungsvoll

Josef Hahnenkamp

Präsident ASF

Eintrag vom 25.09.2026